Beat– Ein Brocki-Kunde erzählt
Wer Beat begegnet, spürt sofort diese besondere Mischung aus Neugier, Lebensfreude und anhaltenden Optimismus. «Lucky Beat» nennen ihn viele – und tatsächlich scheint ihn das Glück überallhin zu begleiten. Vielleicht liegt es daran, dass Beat mit offenen Augen durchs Leben geht. Vielleicht aber auch daran, dass er sich seine Begeisterungsfähigkeit bewahrt hat wie andere einen Schatz.
Beat, Jahrgang 1960, aufgewachsen in Stäfa und später in Wolfhausen, hat 45 Jahre lang als Elektroniker in der Forschung und Entwicklung gearbeitet – am selben Ort, mit derselben Leidenschaft bis zu seiner Pensionierung. Seit seinem letzten Arbeitstag lebt er nun vermehrt das, was ihm schon immer Freude neben seinem Job machte: viel Zeit für seine Hobbys. Und davon hat er viele. «Ich bräuchte fünf Pensionen, um alles auszuleben», sagt er lachend.
Ein Tüftler mit Herz – und einer Aussenwerkstatt mit Alpenblick
Elektronik begleitet Beat seit seiner Jugend. Vom Röhrenradio seiner Kindheit bis zum Internetradio, das heute über WLAN die ganze Welt in seinen Garten bringt. In seiner Aussenwerkstatt gleich neben Grillplatz und Outdoor-Küche, revidiert er Geräte, baut Dinge um und kombiniert Fundstücke zu neuen Anwendungen. Eine Drehvorrichtung für Solarzellen aus einem alten Fotostativ? Kein Problem. Saxofon-Mechanik flicken? Macht er. Gitarren reinigen, Pickups neu löten, Effektgeräte anpassen? Gehört zu seinem Alltag.
Viele dieser Schätze stammen aus der brocki.ch. «Ich sehe sofort, wenn etwas neu eingetroffen ist», sagt Beat. Mitarbeitende rufen ihm manchmal quer durch die Filiale zu: «Beat, schau mal, das ist gerade reingekommen!» Und Beat weiss oft schon vorher, dass es da ist.
Der erste Brocki-Moment – und warum er bis heute wirkt
Sein erster Brocki-Besuch liegt Jahrzehnte zurück. Doch das Gefühl ist geblieben: ein Eldorado voller Möglichkeiten. «Man darf nie erwarten, etwas Bestimmtes zu finden. Aber man findet immer etwas.» Zu 99 Prozent, sagt er, gehe er nicht suchend durch die Brocki – sondern scannend. Und genauso entdeckt er:
- Musikinstrumente und Noten
- Schallplatten und CD-Schätze
- Elektronik aller Art
- Alte Fachzeitschriften
- Haushalts- und Gartenutensilien
- Büromaterial
- Und immer wieder: Qualitätsartikel, teils originalverpackt
Beat sieht in jedem Gegenstand ein zweites Leben. Wenn bei ihm zu Hause einmal zu viele Dinge herumstehen, bringt er wieder etwas zurück in die brocki.ch von Kameras, Objektive, Messgeräte oder Stücke aus dem Nachlass seines Vaters. «Reparieren im eigentlichen Sinne und dann in die brocki.ch bringen – das mache ich nicht. Aber Dinge weitergeben, die wieder Platz machen dürfen, das schon.»
Ein Brocki-Fund mit Herz
Eine Begegnung ist ihm besonders geblieben: Eine Mutter und ihre Tochter brachten ein Banjo und eine Gitarre in die Warenannahme. Beat war sofort interessiert. Die Tochter wollte ihm die Instrumente sogar schenken. Doch Beat blieb konsequent: «Sobald etwas auf dem Gelände ist, gehört es der brocki.ch.» Er wartete, bis die Preise gemacht waren, kaufte beide Instrumente – und informierte Mutter und Tochter später darüber. Die Freude war gross. Das Banjo wird er demnächst mit einem neuen Fell versehen. Ein Stück Geschichte, das er weitertragen möchte.
Ein Ort der Begegnung – und ein Stück Zuhause
Für Beat ist die brocki.ch Wetzikon längst mehr als ein Laden. Es ist ein Treffpunkt, eine Oase, ein Inspirationsort. Oft beginnt sein Tag hier: um zehn Uhr, mit einem Kaffee in der Hand, schlendert er ohne Zeitdruck durch die Abteilungen, grüsst bekannte Gesichter, tauscht ein paar Worte mit dem Team aus.

Während unseres Interviews ruft plötzlich ein Mitarbeiter aus der Warenannahme quer durch den Raum: «Beat! Polo-Hofer-Platten sind reingekommen!» Ein seltener Fund – und natürlich weiss der Mitarbeiter, dass Beat ein grosser Fan ist. Genau solche Augenblicke machen für ihn den Zauber der Brocki aus: Man ist mittendrin, wird gesehen, gehört, ernst genommen.
Kurz darauf bleibt Beat vor einer Vitrine stehen. Sein Blick schärft sich, dieses typische Funkeln erscheint in seinen Augen. «Eine Querflöte!», sagt er begeistert. Sofort bittet er darum, sie anschauen zu dürfen. Mit routinierten Handgriffen baut er sie zusammen, prüft Klappen, Mechanik, Dichtungen. Und während er die Flöte dreht und begutachtet, erklärt er mir, was er revidieren müsste, damit sie wieder «katalogreif» wäre. Ein Moment, der zeigt, wie sehr Beat im Element ist.

Beat ist kommunikativ, grosszügig, ein Motivator. Viele Kundinnen und Kunden fragen ihn um Rat – besonders in der Elektronikabteilung. Und Beat hilft gern. Vielleicht, sagt er, würde er irgendwann sogar freiwillig in der Warenannahme mithelfen – stundenweise, wenn jemand kurz weg muss. Ganze Tage eher nicht, sonst bräuchte er noch eine sechste Pension.
Tipps für kreative Brocki-Fans
Beat hat klare Empfehlungen:
- Rundtour machen – nicht suchen, sondern finden.
- Mit offenem Blick durchgehen – der Scannerblick hilft.
- Materialqualität prüfen – besonders bei Kleidung und Elektronik.
- Mut zum Basteln – aus vielem lässt sich Neues schaffen.
- Regelmässig vorbeischauen – je öfter, desto mehr Glücksmomente.
Und natürlich: «Wer gerne tüftelt, findet garantiert etwas.»
50 Jahre brocki.ch Wetzikon – und Beat mittendrin
Zum Jubiläum wünscht er der Filiale vor allem eines: «Weiter so.» Er schätzt die Herzlichkeit des Teams, den Einsatz, die Atmosphäre und man merkt schnell, wie sehr ihm dieser Ort am Herzen liegt. Während er erzählt, sprudelt er vor Ideen, seine Augen funkeln, und man spürt: Beat sieht in der brocki.ch nicht nur, was ist, sondern auch, was alles möglich wäre.
Wir danken Beat für seine Zeit, seine Offenheit und seine langjährige Verbundenheit mit der brocki.ch Wetzikon – ein Mensch, der das Jubiläum mit seiner Geschichte um eine besondere Facette bereichert.